Dienstag, 19. April 2016

In love with a Slowcooker - Große Liebe zu einem Küchengerät


Ich habe seit letztem Herbst eine neue Liebe. Nunja, neben Jonathan und meinem Mann natürlich :)
Aber der Slowcooker, also "Langsamkocher" macht mich seitdem regelmäßig sehr, sehr glücklich. Und da ich dieses Glück gerne teile - und es auch einige Rezepte für den Slowcooker geben wird - möchte ich euch heute erst mal das Gerät vorstellen.


Was also kann so ein Slowcooker?

Es ist ein Gerät, das aus zwei Teilen besteht. Einer äußeren Hülle, die das Heizelement enthält, und dem Topf, der meist aus Keramik oder teflonbeschichtet ist. Okeee und dem Deckel :) In der Regel gibt es zwei Hauptstufen Low (ca. 70-80°C) und High (80-90°C). Je nach Hersteller und Topf gibt es dann noch weitere Stufen, die aber erst mal zu vernachlässigen sind. Man gart mit diesen niedrigen Temperaturen die Gerichte dann schön langsam was zur Folge hat, dass viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sich Aromen voll entfalten können und gerade Fleisch super zart und saftig bleibt. Und das auch noch mit geringerem Stomverbrauch als ein Herd oder Ofen.

Zehn Vorteile des Slowcookers (auch Crockpot genannt):
  • Sobald er gefüllt ist arbeitet er selbständig. Man muss nicht mehr umrühren, aufpassen, dass er überkocht oder sonstiges.
  • Man kann ihn einfach alleine lassen und die Wohnung verlassen. Denn die Garzeiten sind perfekt um ihn morgens einzuschalten und abends warm essen zu können. .
  • Auch im Sommer heizt er die Küche nicht auf.
  • Er verbraucht weniger Strom als der Herd oder Backofen.
  • Es gibt verschiedene Größen und so für jeden Haushalt das perfekte Gerät.
  • Der Slowcooker ist perfekt für Suppen und Eintöpfe, Schmorgerichte usw. Fleischgerichte werden einfach superzart.
  • Aromen haben genügend Zeit sich zu entfalten und Gemüse wird auf die Dauer nicht totgekocht.
  • Das Kochen im Crockpot vereinfacht vieles: Kein Rouladenwickeln, Umrühren und Anbrennen mehr. Also auch perfekt für alle Anfänger in der Küche.
  • Wer nicht morgens noch Zutaten schnippeln will macht es einfach abends. Die Zutaten in den Keramiktopf füllen und diesen kalt stellen, morgens nur noch in den Einsatz und voila.
  • Wer ein klein wenig Abstriche beim Geschmack macht muss das Fleisch vorher nicht anbraten. Das spart dann Zeit und Abwasch.
Aber es gibt natürlich auch Nachteile:
    • Der Crockpot erfordert zunächst ungewohnte Regeln und Disziplin. Der Deckel sollte möglichst nicht geöffnet werden, da so natürlich Wärme verloren geht.
    • Wer Mittagessen machen möchte muss sehr früh anfangen oder mit einer Zeitschaltuhr arbeiten und man muss schon morgens alle Zutaten im Haus haben für das Gericht am Nachmittag.
    • Die gerade in Mode kommenden "OnePot" Gerichte funktionieren nicht, mal abgesehen von Suppen und Eintöpfen. Nudeln oder Reis müssen seperat gekocht werden, da sie zerfallen.
    • Der Innentopf sollte immer mindestens halb voll sein. Das kann je nach Größe viel sein und man benötigt entweder noch andere Größen oder Platz zum Einfrieren der Reste.
    • Kurz was in die Pfanne werfen und 20 Minuten später essen funktioniert natürlich nicht. (Dafür ist es bei vielen Rezepten möglich, wenn doch etwas fehlt noch schnell einkaufen zu gehen und dann auf herkömmliche Art zu kochen)
    • Es dauert eine Weile sich an die Eigenheiten des Slowcookers zu gewöhnen. Dass Kartoffel und Karotten länger brauchen als Fleisch, dass Sahne ausflockt wenn sie zu lange kocht und dass man nicht ständig umrühren kann und sollte ist anfangs ungewohnt.
    • Gewohnte Rezepte kann man zwar adaptieren, aber es ist manchmal schwer die richtige Garzeit zu finden.
    • Das Anbraten von Fleisch bringt sehr wohl einen ordentlichen Geschmacksvorteil und so wird eben doch eine Pfanne nötig.
    Lasst es mich so sagen: Wer gerne auch nach einem langen Arbeitstag kurz in 30 Minuten ein kreatives Abendessen zaubert wird wohl nicht unbedingt Freude mit diesem Gerät haben. Wer aber - so wie ich - möglichst wenig Zeit in der Küche verbringen kann und will und für wen die Vorteile einfach überwiegen, der wird dieses zudem noch recht günstige Gerät einfach so lieben wie ich.

    Außerdem gibt es bei Facebook die tolle Gruppe "Slowcooker Girls & Boys", bei denen man mit so tollen Bilder versorgt wird und super Rezepte finden kann. Und bei Fragen gibt es auch immer jemand, der hilft.


    Es werden also bald einige Rezepte folgen, die man in einem Slowcooker zubereiten kann, aber wie schon erwähnt, kann man diese in der Regel auch im Topf oder im Bräter zubereiten. Ihr dürft gespannt sein.

    Kommentare :

    1. Wieviel passt denn in (d)einen Slowcooker?
      Umrühren muss man nicht, weil die Temperaturen so niedrig sind, dass nichts anbrennt, oder?
      Ich glaube, wie schon bei BLW, dass ich dafür zu unorganisiert bin... und ich hätte glaub nicht das Vertrauen in das Gerät, also ich könnte es nicht daheim allein lassen :D

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      1. In mein Gerät gehen 3,5 Liter. Die gängigen Größen sind 1,5 3,5 6,5 und 8 Liter. Es gibt aber auch noch Modelle aus Amerika mit Zwischengrößen. Und ja, die Temperatur ist so gering (zwischen 70 und 90 Grad) dass nichts anbrennt. Ich war die ersten paar Male auch daheim als der Slowy gekocht hat, aber das ist so unspektakulär, dass ich irgendwann auch wirklich aus dem Haus bin. Die Waschmaschine lässt man ja auch alleine laufen.

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